I am back

21. November 2014

Klappe zu – Affe tot

3. Februar 2011

Ich fühle mich schlecht. Nein, gar nicht wahr – gut geht’s mir. Richtig gut sogar. Endlich finde ich zwischen zwei Stillmahlzeiten wieder einmal Gelegenheit, in aller Ruhe zu lesen, mir ein Entspannungsbad zu gönnen oder: zu Bloggen.

Seit gestern ist mein Sohn ein Schnullerkind. Und ich hege ob dieser Tatsache alles andere als ein schlechtes Gewissen!

Er ist jetzt zwei Monate alt und bislang haben wir ihn immer irgendwie beruhigen können. Das war des Öfteren ein echter Kampf - mühselig und zumeist langwierig. Ihm vorsingen, ihn ablenken, ihn rhythmisch wiegen, streicheln, betüddeln. Doch bestärkt durch die vielen positiven Reaktionen, die wir allenthalben ernteten - „Was, der hat noch gar keinen Schnuller? Prima! Hut ab, dass ihr das durchzieht! Alle Achtung!“ – dachten wir, dass wir das schon irgendwie gewuppt bekommen. Die Geduld, die wir heute aufwenden, um ein schnullerfreies Kind aufzuziehen, dozierte beispielsweise meine Hebamme, sei nichts im Vergleich zur Anstrengung, die es erfordere, ihm das Nuckeln irgendwann wieder abzugewöhnen.

Doch was war denn bislang die Kehrseite der Medaille? Mitleidige Blicke von Passanten, wenn der Kleine in seinem Kinderwagen oder im Café mal wieder unvermittelt losschrie wie am Spieß und partout nicht zu beruhigen war. Situationen wie diese – so die vage Hoffnung – werden nun der Vergangenheit angehören: Schnuller rein und alles ist gut. Ein befreundeter Kieferorthopäde (selbst Familienvater) vertritt ohnehin die Auffassung, dass ein Schnuller immer noch besser ist, als wenn ein Kind früher oder später seinen Daumen entdeckt. Den Nuckel könne man nämlich zu gegebener Zeit einfach verschwinden lassen – das sei beim Daumen durchaus schwierig.  

Als Ökonomin im Erziehungsurlaub weiß ich natürlich, dass ich gerade im Begriff bin, mich selbst zu veräppeln. Ich tue nichts weiter, als ein Problem in die Zukunft zu verlagern. Nach der Devise: Was schert mich ein möglicherweise beschwerlicher Schnuller-Entzug in mittelferner Zukunft, wenn ich HEUTE das bekomme? Zeit für mich ganz allein!

Fragt mich in fünf bis sechs Jahren nochmal, ob die Entscheidung richtig war. Zur Stunde fühlt sie sich jedenfalls wirklich gut an: Mein Baby schlummert friedlich in seinem Bettchen, den noch ungewohnten Nuckel ausgespuckt neben sich.
 
 
 
 
 
 

Des Rätsels Lösung

8. Dezember 2010

Kateowitsch + Patowitsch = Baldowitsch

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Wie er wohl aussehen mag?

18. November 2010

Grundlage ist folgender Genpool:

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Ho Ho Ho!

15. November 2010

Falls sich das Baby noch ein Weilchen Zeit lässt (was ich nicht hoffe), würde ich in diesem Jahr immerhin einen prima Nikolaus abgeben.
Zugegeben, der Rauschebart ist ein Fake - roter Mantel und dicker Bauch dafür aber absolut authẹntisch. Oder etwa nicht?

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Ene, mene, muh und raus bist du!

10. November 2010

„Love you“, säuselt er noch als er heute Früh zur Tür hinausstürmt,…um mich im nächsten Moment einzusperren.
Dreimal dreht sich der Schlüssel im Schloss - mein lautstarker Protest verhallt ungehört.
Schwups, schon ist er weg. Das passiert nicht zum ersten Mal.

Absicht? Natürlich nicht! Bloß die Macht der Gewohnheit.
Offensichtlich hat er sich immer noch nicht recht daran gewöhnt, dass ich seit Neuestem hier zuhause herumlungere.

DOs und DON’Ts im sich neigenden 8. Monat

4. November 2010

Nachteil einer solch unkomplizierten Schwangerschaft, wie ich sie erlebe: Man mutet sich manchmal ein bisschen zu viel zu.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass mir
- Spaziergänge durch die Herbstlandschaft
- Kinobesuche
- Wohnungsverschönerung im Kollektiv
- entspanntes Kochen
- und Restaurantbesuche
ganz und gar unbedenklich erscheinen,

wohingegen sich
- ein 4-stündiger IKEA-Großeinkauf
- ein ebenso langer Konzert-Besuch (Charlie Winston)
- diverse Ausmistungs-Alleingänge in der Wohnung
- sowie das Abholen eines bei der Post hinterlegten, 40×30cm-Pizza-Schamottsteins per Fahrrad
(hinterher) bisweilen grenzwertig anfühlten und daher an dieser Stelle nur bedingt zur Nachahmung empfohlen sein sollen.

Snob-Town

3. November 2010

Telefonische Anmeldung beim Kinderarzt. Erste Frage der Sprechstundenhilfe: “Wird das Kind privat versichert?”
Es ist als rhetorische Frage gemeint - so, als käme eine andere Möglichkeit gar nicht in Betracht. So, als bestünde andernfalls keinerlei Chance, in die Patientenkartei aufgenommen zu werden.
Der offenkundige Snobismus, der in dieser Stadt regelmäßig zutage tritt, geht mir auf die Nerven.

Startschuss zum Nestbau

21. Oktober 2010

Das neue Mobile - ist es nicht schön, ist es nicht wunder-wunderschön?

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Kult(o)ur

18. Oktober 2010

Dachte eigentlich, bei der BAHN hätte man sich inzwischen darauf verständigt, im Sinne einer geringeren “Lärmbelästigung” der Kunden Länge und Anzahl der Durchsagen zu straffen. Doch nix da! Auf der Fahrt im ICE von FFM nach Köln meldet sich unaufhörlich eine Frauenstimme. Und das, obwohl der Zug doch bloß ein einziges Mal – nämlich am Flughafen FFM – Halt macht. Dennoch wird Mandy, so heißt die DB-Mitarbeiterin, nicht müde, ohne Unterlass bandwurmartige Sätze auf deutsch, englisch und niederländisch (!, weil der Zug in Amsterdam endet) zu formulieren, was mich ein ums andere Mal aus der Lektüre reißt.
Dennoch: Dies soll alles andere als eine BAHN-Schelte werden - im Gegenteil. Ein Lob dem neu entdeckten “Kultur-Ticket”, das mich (auf einem meiner vorerst letzten Ausflüge allein) am Freitag in die Domstadt führte – für schlappe 39 Euro hin und zurück – um mir in aller Ruhe die Lichtenstein-Ausstellung im Museum Ludwig anzuschauen. Besagte Bilderschau ist inzwischen leider beendet, doch bis Ende Januar gibt’s das identische Angebot für eine Courbet-Ausstellung in der Schirn. Falls also ein treuer Kateowitsch-Leser die Gelegenheit zu diesem Kultur-Schnäppchen nutzen + dies mit einem Besuch bei mir verknüpfen möchte…nur zu!